Ihr Unternehmen wird von ChatGPT dann gefunden, wenn es online konsistent, aktuell und mit echten Bewertungen sichtbar ist - vor allem über ein gepflegtes Google-Profil. Die KI stützt sich auf dieselben öffentlichen Informationen, die auch bei Google und in Bewertungsportalen stehen.
Die gute Nachricht: Sie brauchen kein technisches Vorwissen, um hier etwas zu bewegen. Die folgenden 15 Tipps sind bewusst einfach gehalten - jeder ist für sich allein umsetzbar, keiner erfordert Programmierkenntnisse oder eine neue Website.
Warum ChatGPT überhaupt auf Ihr Profil achtet
Wenn jemand ChatGPT fragt "Welcher Handwerker in meiner Stadt ist zuverlässig?", kann die KI im Web suchen und bezieht sich dabei erfahrungsgemäß auf dieselben Quellen, die auch bei einer klassischen Google-Suche auftauchen: Ihr Google-Business-Profil, Bewertungen, Ihre Website und Branchenverzeichnisse. Je vollständiger, konsistenter und aktueller diese Informationen sind, desto eher greift die KI darauf zurück und desto sicherer formuliert sie eine Empfehlung.
Ein unvollständiges oder veraltetes Profil führt in der Regel nicht dazu, dass die KI eine falsche Aussage über Sie trifft - sie erwähnt Sie dann eher gar nicht, weil ihr die Grundlage für eine sichere Empfehlung fehlt.
Genau deshalb lohnt sich der Blick auf die einzelnen Bausteine, aus denen sich dieses Bild zusammensetzt - vom Google-Profil über Bewertungen bis zur eigenen Website.
Grundlage schaffen: Ihr Google-Business-Profil (Tipps 1-5)
1. Profil vollständig ausfüllen. Name, Adresse, Telefonnummer, Website, Leistungen und Beschreibung - jedes leere Feld ist eine Information, die weder Google noch eine KI über Sie hat. Ein halbfertiges Profil wirkt für Algorithmen wie ein Unternehmen, das nicht aktiv betreut wird.
2. Die richtige Hauptkategorie wählen. Sind Sie "Zahnarzt" oder "Kieferorthopäde"? "Restaurant" oder "Café"? Die Kategorie bestimmt, für welche Suchanfragen und Empfehlungen Sie überhaupt infrage kommen. Ergänzen Sie zusätzlich passende Nebenkategorien, wenn Sie mehrere Leistungen anbieten - ein Malerbetrieb, der auch Tapezierarbeiten übernimmt, sollte beide Kategorien hinterlegt haben, sonst taucht er bei der zweiten Suchanfrage schlicht nicht auf.
3. Öffnungszeiten immer aktuell halten. Auch Feiertage und Urlaubszeiten gehören dazu. Nichts wirkt für ein Empfehlungssystem unzuverlässiger als widersprüchliche oder veraltete Zeitangaben.
4. Aktuelle Fotos hochladen. Ein Profil mit frischen, echten Fotos wirkt gepflegt und aktiv - ein Signal, das sowohl Kunden als auch Algorithmen registrieren. Alte oder generische Stockfotos wirken eher gegenteilig.
5. Regelmäßig Beiträge veröffentlichen. Google-Business-Beiträge sind kurze Updates, ähnlich wie ein Social-Media-Post. Sie zeigen, dass hinter dem Profil ein aktives Unternehmen steht, nicht ein Eintrag, der seit Jahren unangetastet ist.
Schnell umgesetzt
Nehmen Sie sich 15 Minuten und öffnen Sie Ihr Google-Business-Profil. Prüfen Sie Kategorie, Öffnungszeiten und ob in den letzten drei Monaten mindestens ein Foto oder ein Beitrag dazugekommen ist. Das allein bringt die meisten Profile schon ein gutes Stück voran.
Vertrauen aufbauen: Bewertungen zählen doppelt (Tipps 6-9)
6. Aktiv, aber ehrlich um Bewertungen bitten. Fragen Sie zufriedene Kunden direkt nach dem Termin oder Kauf - persönlich, per QR-Code auf der Rechnung oder per Kurznachricht. Gekaufte oder erfundene Bewertungen sind keine Option: Sie verstoßen gegen die Google-Richtlinien und fliegen in der Regel früher oder später auf.
7. Jede Bewertung beantworten - positiv wie negativ. Eine Antwort zeigt, dass jemand aktiv zuhört. Bei negativen Bewertungen zählt vor allem der Ton: sachlich, verständnisvoll, lösungsorientiert. Das liest nicht nur der ursprüngliche Kunde, sondern auch jeder, der Ihr Profil danach besucht - inklusive einer KI, die Ihr Profil auswertet.
8. Bewertungen auf mehreren Plattformen sammeln. Google ist die wichtigste Quelle, aber je nach Branche zählen auch Portale wie Trustpilot, ProvenExpert oder branchenspezifische Verzeichnisse. Mehrere Quellen, die ein ähnliches Bild zeichnen, wirken glaubwürdiger als eine einzelne.
9. Alte Bewertungen nicht einfach stehen lassen. Wenn Ihre letzte Bewertung Monate oder Jahre zurückliegt, wirkt Ihr Profil auf ein Empfehlungssystem schnell wie ein verlassener Laden. Ein stetiger, kleiner Strom neuer Bewertungen ist wertvoller als ein einmaliger Schub.
Welcher Elektriker in Leipzig ist zuverlässig und gut erreichbar?
Ihre Website als zweite Informationsquelle (Tipps 10-13)
10. Einen FAQ-Bereich mit echten Kundenfragen einrichten. Sammeln Sie die Fragen, die Ihnen Kunden am Telefon oder per E-Mail tatsächlich stellen, und beantworten Sie sie kurz und klar auf Ihrer Website. Genau solche Frage-Antwort-Paare lassen sich von einer KI leicht aufgreifen.
11. Die direkte Antwort an den Anfang stellen. Egal ob Startseite oder Leistungsseite: Beantworten Sie die zentrale Frage des Besuchers in den ersten zwei bis drei Sätzen, bevor Sie ins Detail gehen. Das hilft Menschen beim schnellen Lesen genauso wie einer KI beim Zusammenfassen.
12. NAP-Konsistenz sicherstellen: Name, Adresse, Telefonnummer. Diese drei Angaben müssen auf Ihrer Website, im Google-Profil und in jedem Verzeichnis exakt übereinstimmen - bis hin zur Schreibweise von "Straße" oder "Str.". Widersprüche zwischen den Quellen schwächen das Vertrauen in alle Angaben, weil ein System dann nicht mehr sicher weiß, welche Version stimmt. Prüfen Sie dabei auch ältere Einträge in Branchenverzeichnissen, die Sie vielleicht selbst vergessen haben.
13. Lokale Begriffe natürlich verwenden. Schreiben Sie so, wie Kunden tatsächlich suchen: "Physiotherapie in Köln-Ehrenfeld" statt nur "Physiotherapie". Das gilt nicht als Trick, sondern hilft dabei, Ort und Leistung eindeutig zuzuordnen.
Häufiger Fehler
Viele Websites nennen die Stadt nur im Impressum. Für Menschen reicht das - für ein System, das Ihre Relevanz für eine bestimmte Region einschätzen soll, ist das zu wenig. Erwähnen Sie Ihren Standort auch im Fließtext der wichtigsten Seiten.
Dranbleiben: Konsistenz schlägt Einmalaufwand (Tipps 14-15)
14. Daten regelmäßig auf Aktualität prüfen. Ein einmalig perfekt ausgefülltes Profil verliert mit der Zeit an Wert, wenn sich Öffnungszeiten ändern, neue Bewertungen ausbleiben oder Fotos veralten. Ein kurzer monatlicher Check reicht meist, um den Stand zu halten.
15. Selbst testen, was ChatGPT über Sie sagt. Geben Sie einfach eine Frage ein, die ein Kunde stellen könnte, zum Beispiel "Welcher [Ihre Branche] in [Ihre Stadt] ist empfehlenswert?". So sehen Sie unmittelbar, ob und wie Sie auftauchen - und was noch fehlt. Wer diesen Check nicht jedes Mal von Hand machen möchte, kann ihn auch als laufendes Monitoring einrichten, wie es das KI-Sichtbarkeit-Angebot von Webwerk automatisiert übernimmt.
Häufige Fragen
Wie lange dauert es, bis ChatGPT mein Unternehmen empfiehlt?
Eine feste Frist gibt es nicht. Erfahrungsgemäß wirken sich Verbesserungen an Google-Profil und Bewertungen nach einigen Wochen bis Monaten spürbar aus, weil neue und aktuelle Informationen erst online zirkulieren und von Suchsystemen erfasst werden müssen.
Muss ich mich bei ChatGPT registrieren, damit mein Unternehmen gefunden wird?
Nein. Es gibt kein Unternehmenskonto und keine Anmeldung bei ChatGPT. Die KI greift auf öffentlich zugängliche Informationen zurück, die Sie über Ihr Google-Profil, Ihre Website und Bewertungsportale ohnehin schon pflegen.
Reicht ein gutes Google-Profil, oder brauche ich zusätzlich eine Website?
Ein gepflegtes Google-Profil ist die wichtigste Einzelmaßnahme, weil es die zentralste und am häufigsten genutzte Quelle ist. Eine Website mit klaren Antworten und einem FAQ-Bereich liefert zusätzliche, tiefere Informationen, auf die sich eine KI ebenfalls stützen kann.
Kann ich beeinflussen, was ChatGPT konkret über mein Unternehmen sagt?
Direkten Einfluss auf einzelne Formulierungen haben Sie nicht. Sie steuern aber die Informationsgrundlage — je klarer und widerspruchsfreier das Bild ist, das Ihre Online-Präsenz zeichnet, desto wahrscheinlicher fällt die Empfehlung positiv und konkret aus.
Was ist der Unterschied zwischen klassischer Google-Sichtbarkeit und KI-Sichtbarkeit?
Bei der klassischen Google-Suche zählt vor allem das Ranking in einer Ergebnisliste. Bei KI-Antworten entscheidet die Software dagegen, ob und wie Ihr Unternehmen überhaupt in eine formulierte Empfehlung aufgenommen wird. Beides beruht größtenteils auf denselben Grundlagen, wirkt sich aber unterschiedlich aus.